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Dienstag, 12. Juni 2007
Das Experiment im Selbstversuch
Um dieses Experiment selbst zu erfahren und sich darüber auszutauschen, haben wir unsere persönlichen Erkenntnisse (und das allfällige Suchtpotential) in Form von Tagebucheinträgen in den Kommentaren zu diesem Post protkolliert und für die Mitwelt festgehalten. Hoffen wir, dass dieses Experiment nachhaltig wirkt, damit wir uns der Konsumhaltung gegenüber des Mediums TV bewusst werden.
In diesem Sinne brechen wir auf aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit und blicken mit Spannung auf die kommenden zwei Wochen.
Persönliche Betroffenheit des ausgewählten Aspektes
Bei Kindern und Jugendlichen ist die Gefahr des übermässigen Fernsehgenusses wohl noch besorgniserregender. Vor allem dann, wenn sie nichts mehr zu tun wissen, sobald man das TV-Gerät ausschaltet. Diese Probleme betreffen uns einerseits ganz persönlich im Alltag aber auch später im Beruf der Lehrperson werden wir immer wieder dieser Problematik begegenen.
Betroffen macht uns vor allem die ständig steigende Anzahl von Stunden Fernsehkonsum bei Kindern und Jugendlichen bereits in der Primarstufe, wie zwei unserer Blogbloggruppe im Rahmen ihrer Diplomarbeit statistisch erhoben haben. Nur sehr wenige Kinder der befragten Klassen haben keinen ungeschränkten Zugang zu einem Fernsehgerät, die anderen können ihre tägliche TV-Dauer ebenfalls auch individuell bestimmen, was zum Teil bei bis zu zwei Stunden täglich liegt.
Im Verlaufe des Studiums haben wir durch die ständige mediale und digitale Vernetzung festgestellt, dass wir mittlerweile sehr häufig ebenfalls zu bestimmten Tätigkeiten den Fernseher als Unterhaltungsmedium nutzen, obwohl das Programm vielfach sehr dürftig ist. Vor allem bestimmte Sendezeiten (Montagabend = Serienabend) haben sich als gesellschaftliches Phänomen entpuppt, wo bestimmte Serien geschaut werden. Alle isoliert zuhause vor dem eigenen Apparat, wohlverstanden. Am nächsten Tag finden die Ereignisse Eingang in unserer Pausen- und Mittagsgespräche. Statt sich PERSÖNLICH im Freundeskreis auszutauschen, unterhielten wir uns über die fiktiven Charaktere aus den Serien und was sich in der letzten Folge ereignet hat. Das machten uns Freude, uns über diese Banalitäten auszutauschen. Im Rückblick mussten wir feststellen, das dieses Verhalten allenfalls als ärmlich und mitleiderregend betrachtet werden kann.
Je länger wir gemeinsam über das Thema Fernseh-Konsum sprachen, desto bewusster wurde uns, wie negativ sich dieser auf unser Leben auswirkt, wobei eine nachhaltige Entwicklung nicht nachvollziehbar ist. TV gucken wurde regelrecht zu einem Bedürfnis, zu einer unbewussten täglichen automatisierten Handlung, die einfach gemacht wurde, weil das Angebot zur Verfügung stand. Zum Teil können diese Handlungen auch mit Suchtverhalten gleichgesetzt werden. Das hat uns aufgerüttelt und zu einer folgenschweren Tat veranlasst:
Montag, 11. Juni 2007
Handeln in einer konsumierenden Welt
Von der These "Verändern sich die Bedürfnisse und Handlungsbedingungen eines Menschen, verändert sich als Folge davon auch sein Verhalten in Bezug auf eine nachhaltige Entwicklung seinens Lebensumfeldes" haben wir uns inspirieren und leiten lassen und heftig über unsere konsumorientierte Welt diskutiert. Wo wird nicht überall zu viel gegessen, zu viel Auto gefahren, zu viel weggeworfen nur weil man es kann und darf und einem die Ressourcen scheinbar unbegrenzt zur Verfügung stehen? Gleiches kann auch über den Konsum von fossilen Energien oder Strom als Grund angebracht werden, warum in den Industrienationen immer mehr verbraucht wird. Es steht ja jedem zur Verfügung, darum wird es auch konsumiert.
Mir fällt dazu die Geschichte vom Goldfisch ein, der wirklich nachhaltig lebt. Wenn ein einzelner Goldfisch in einem kleinen runden Glasbecken gehalten wird, wie das so üblich (aber überhaupt nicht tiergerecht) ist, dann wächst er nur so, dass er noch genügend Platz in seinem Aquarium hat. Wenn hingegen ein Goldfisch in einem viel grösseren Gefäss oder sogar in einem Teich lebt, so nutzt er diese Umstände, und wird erheblich grösser als sein Artgenosse im kleinen Glas. Er passt sich also in seiner ganzen Lebensweise seiner Umwelt an und wächst nicht einfach unkontrolliert weiter und riskiert dabei, seine Umgebung zu bedrohen und sein eigenes Leben damit zu vernichten. Das nenne ich echte nachhaltige Entwicklung und wünsche mir, dass einige unserer Artgenossen sich ebenfalls nachhaltiger verhalten, statt rücksichtslos zu konsumieren und damit die Umwelt und die Mitwelt nachhaltig zu schädigen.
Da unser Gruppenblogthema Informationsgesellschaft lautet, haben wir uns auf
Samstag, 9. Juni 2007
Letzte Rückmeldung bis und mit Tauschtag
Schon sind wir beinahe ans Ende des Semesters gelangt und damit auch zu meinem letzten Kommentar. Ich hoffe, dass Ihr in eurer Gruppe - trotz des wöchentlichen "Zwangs" - einiges durch das Schreiben eurer Blogs gelernt habt und dass euch einiges bewusst geworden ist in Bezug auf das Thema nachhaltige Entwicklung. Wenn ich eure blogs zum Wochenimpuls "Beziehung zur Natur" lese, dann denke ich schon, dass da einiges an Bewusstheit und Sensibilität zum Vorschein gekommen ist, das vielleicht in diesem Ausmass vor einem halben Jahr noch nicht vorhanden war.
Ich hoffe schon, dass das Thema jetzt nicht einfach wieder beiseite gelegt wird, sondern dass euch Nachhaltigkeit in allen Facetten weiter begleiten wird.
C. Stucky
Freitag, 8. Juni 2007
Fokus und Qualitätsansprüche
Kindgemässheit – d.h. Subjektorientierung, altersgemässe Erlebnisorientierung, Erfahrungsorientierung, biografische Anknüpfung
Lebensnähe d.h. Orientierung an Phänomenen und Lebensbezügen aus dem Lebensbereich der Altersstufe
Gegenwartsbezug und Zukunftsbedeutung, d.h. Orientierung an bedeutsamen Situationen und Perspektiven; Schlüsselthemen
Der Fokus Kind wird abgedeckt durch mehrere Ideen, Überlegungen, Dimensionen und konkreten Unterrichtsideen:
- Auf den Fernseher verzichten
- Lieblingssendung in Gruppenarbeit präsentieren
- Welche Bedeutung hat der Fernseher in der Familie?
- Suchtverhalten und Einfluss der Werbung thematisieren
- Gewalt
- Bezug zu Realität – Phantasiewelt – Filmwelt - Wahrheit
- Wie viel Zeit pro Woche sitze ich vor dem Fernseher und wann?
- Subjektiver Unterhaltungswert
- Welche Vorgaben geben die Eltern?
- Ist das Fernsehen cool?
Fokus Sache
Sachgemässheit, d.h. Fachorientierung, Wissenschaftsorientierung
Multiperspektivität; d.h. Orientierung an Vielfalt und Vielheit
Vernetzung, d.h. Orientierung an Beziehungen und Zusammenhängen zwischen Dingen, Menschen und Phänomenen.
Wert- und Sinnorientierung, d.h. Orientierung an Werten, an sinnstiftenden und sinnhaften Zusammenhängen
Der Fokus Sache wird abgedeckt durch mehrere Ideen, Überlegungen, Dimensionen und konkreten Unterrichtsideen:
- Welche Schritte braucht es bis eine Sendung so ist, wie wir sie im Fernseher sehen?
- Film-, bzw. Fernsehproduktion kennenlernen, selber gestelten
- Themenvielfalt des TV-Programms (Natur, Information, Werbung, Gewalt, Freundschaft, Familie usw.)
- Welche Informationen erhalte ich aus der Sendung?
- Welche Akteure sind an einem Fernsehprogramm beteiligt?
- Sinn und Unsinn einer Sendung beurteilen
Fokus Lernen
Exemplarizität; d.h. Orientierung an eindrucksvollen Beispielen, die grundlegende Einsichten ermöglichen
Problemorientierung / exploratives Lernen, d.h. Orientierung an realen Problemen und deren Lösungen mit Fokus auf die Sache oder den Lernenden
Handlungsorientierung, d.h. Orientierung an konkretem Handeln als Grundlage des Verstehens
Originale Begegnung / Realanschauung, d.h. Orientierung an realen Erfahrungen und direkter Begegnung.
Prozess- und Ergebnisorientierung, d.h. Orientierung an Lernschritten und Wissenszuwachs
Der Fokus Lernen wird abgedeckt durch mehrere Ideen, Überlegungen, Dimensionen und konkreten Unterrichtsideen:
- Welche Akteure sind an einem Fernsehprogramm beteiligt?
- Studio besuchen / TV-Journalist einladen
- Problemstellung ‚Fernsehkonsum’
- Eigener TV-Konsum als Inhalt
- Fernsehen begegnet uns fast immer und überall im Alltag, wie lerne ich damit umzugehen?
Internet Recherchern
TV und Medienkonsum
http://www.innovations-report.de/html/berichte/kommunikation_medien/bericht-513.html
In diesem Bericht werden die Auswirkungen des Wetters, des Monats und des Wochentags auf den TV Konsum beschrieben. Unter diesem Link findet man den Abstract zu einer wissenschaftlichen Untersuchung der Universität Dortmund.
TV und Kinder
Tipps für angepasste Dauer für Kinder, sowie weitere Verhaltensideen im Umgang mit dem Fernseher.
TV Blog
http://www.arianamania.de/category/tv-konsum/
Ariana schreibt in ihrem Blog auch immer wieder mal etwas über ihren TV Konsum.
Sehr unterhaltsam!
TV Konsum macht Kinder dumm
http://chronist.blogg.de/eintrag.php?id=141
Infotainment Seite mit einem kleine Bericht zum TV Konsum (und etwas Eigenlob am Schluss). Aber passend zu unserem Thema Infomaniacs mit vielen weiteren Informationen.
Sozialpädagogisches Forum
http://www.spf-heidenheim.de/de/news/beitraege/2007/Fernseher_im_Kinderzimmer.php
Ein Fernseher gehört nicht ins Kinderzimmer! Dieser Bericht begründet das Wieso.
Wohnen und Konsum (BAFU)
http://www.bafu.admin.ch/suchen/index.html?lang=de&page_num=0
Wertvolle Tipps zum Thema Wohnen und Energiesparen.
Einfluss von Werbung und Medien auf Kinder
http://visor.unibe.ch/SS01/werbung/zusammenfassungen/olivia-buergin.pdf
Arbeit im Rahmen des Proseminars “Glaubwürdigkeit, Werbung und Wirkung” von Olivia Bürgin an der Universität Bern, Institut für Psychologie.
Kinder und Werbung – Werbungsverbot für Kinder?
http://www.sw-ps.ch/d/aktuell/index.php?aktuellID=55
Bisher ist die Schweiz zwar noch verschont geblieben von den Bestrebungen, Werbung an Kinder zu verbieten. In diversen Ländern sind solche Verbote aber bereits eingeführt. Die SW hat ein Positionspapier sowie Regeln zum Thema «Kinder und Werbung» verfasst. Marketing & Kommunikation bringt einen Auszug.
Bücher Recherchen
Familienmitglied Fernseher?
Michael Miedaner
Broschiert
Verlag: Care-Line (1995)
ISBN-10: 3980382125
ISBN-13: 978-3980382120
Kurzbeschreibung
Die Einflüsse der Medien auf das Denken und Verhalten unserer Kinder sind vielfältig und subtil. Die modernen Medien sind zu Miterziehern unserer Jugend geworden. Jeder, der heute Verantwortung in Erziehung und Ausbildung übernimmt, steht vor folgenden Fragen: Welche Einflüsse der Medien wirken auf unsere Kinder positiv, welche negativ? Wo müssen Eltern und Erzieher Gefahren vermuten? Wo müssen wir unsere Kinder schützen, wo aber können unsere Kinder auch von den modernen Medien profitieren? Welche Möglichkeiten hat unsere Gesellschaft, auf rechtlichem Weg den Schutz unserer Jugend zu garantieren? Welche Aufgaben haben die Programmanbieter? Kann man der Schule die Reparatur gesellschaftlicher Defizite aufbürden?
Die Antworten auf diese Fragen sind nicht einfach. Um wirkungsvoll als Erzieher (im Elternhaus oder in der Schule) agieren zu können, muß man sich sachkundig machen. Dieses Buch möchte dazu eine Hilfe sein.
Kommerz - Kommunikation - Konsum. Zur Zukunft des Fernsehens (Taschenbuch)
Mike Friedrichsen
Taschenbuch: 246 Seiten
Verlag: Nomos; Auflage: 1 (April 2004)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3832905588
ISBN-13: 978-3832905583
Kurzbeschreibung
Für den TV-Markt ergeben sich aufgrund der rasanten Entwicklungen der Medienmärkte neue zentrale Fragestellungen. Dabei stellt sich vor allem die Frage, wie die zukünftige digitale Medienwelt mit ihren Chancen und Risiken der neuen Informations- und Kommunikationstechniken umgehen wird. Die Bedeutung der digitalen Mehrwertdienste und Pay-TV auf den zukünftigen Medienmärkten ist dabei genauso wichtig wie die Analyse des zunehmenden Wettbewerbsdrucks im TV-Markt mit veränderten Programmstrategien bei den TV-Unternehmen. Die Veränderungen müssen auch auf der Rezipientenseite zu Anpassungseffekten führen, u.a. ist zu klären, welche Chancen sich in der Wahlfreiheit der Konsumenten hinsichtlich individuell zugeschnittener Zusatzangebote wie T-Commerce oder nutzerbezogener Werbung verbergen.
Der Band dokumentiert eine Auswahl der Vorträge der Tagungen der Fachgruppe Medienökonomie in der Deutschen Gesellschaft für Publizistik-und Kommunikationswissenschaft vom November 2001 in Stuttgart. Er enthält Beiträge von Bernd Beckert, Thomas Döbler, Constanze Farda, Mike Friedrichsen, Klaus Goldhammer, Ulrike Handel, Tibor Kliment, Jörn Kruse, Wilfried Mödinger, Gudrun Mildner, Michael Schenk, Birgit Stark, Christian Steininger und Andr Wiegand.
Fernsehwerbung - Quo vadis? Auf dem Weg in die digitale Medienwelt (Broschiert)
Mike und Syster Friedrichsen
Broschiert: 317 Seiten
Verlag: VS Verlag für Sozialwissenschaften; Auflage: 1 (Dez. 2003)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3531135287
ISBN-13: 978-3531135281
Umschlagtext
Im Mittelpunkt des Bandes stehen die Essentials, also die Entwicklungsperspektiven, die Ökonomie, die Glaubwürdigkeit sowie die Frage nach dem grundsätzlichen Sinn von Fernsehwerbung. Darüber hinaus sollen diverse besondere Formen der Fernsehwerbung diskutiert werden, so z.B. virtuelle Werbung. Ein wesentlicher Punkt ist auch die Frage nach der Bedeutung der Fernsehwerbung im digitalen Zeitalter, wobei sich die Frage nach neuen - technischen - Möglichkeiten genauso wie die nach der Akzeptanz beim Publikum stellt. Abschließend soll geprüft werden, ob es überhaupt Konzepte für die Zukunft der Fernsehwerbung gibt und wie diese zu bewerten sind.
Donnerstag, 7. Juni 2007
Fernsehkonsum - Inhalte die konsumiert werden --> Analyse der Bedürfnisse und Handlungsbedingungen
- Unterhaltung / Langeweile vertreiben / Beschäftigung / Ablenkung
- Informationssucht, nichts verpassen wollen
- Informationen gezielt einholen (Tagesschau, Meteo, best. ausgewählte (Dok-)Sendungen)
- Identifikation mit fiktiven Figuren, Flucht aus der Realität (eigenes Verdrängen, falsche Wahrheiten) und/oder Lifestyle erhalten (IN-sein, lässig sein, zu den Peers gehören) durch (Sucht) Serien schauen
- Babysitting / Kinder ruhig stellen
- Wahlkämpfe und Werbung haben polarisierende Funktion
- sozial positiv, zusammen in einer Gemeinschaft einen Film schauen
Analyse der Handlungsbedingungen:
Für alle oben genannten Bedürfnisse trifft Folgendes zu:
Die unglaublich grosse Menge an Sendnungen, die ausgestrahlt werden und deren Vielfältigkeit ermöglichen es, alle Bedürfnisse abzudecken.
Dienstag, 5. Juni 2007
Umsetzungskonzept für die Mittelstufe
* Auf den Fernseher verzichten über einen abgemachten Zeitraum > protokollieren
* Welche Schritte braucht es bis eine Sendung so ist, wie wir sie im Fernseher sehen?
* Lieblingssendung in Gruppenarbeit präsentieren
> z.B. mit Kriterienraster untersuchen lassen
* Welche Bedeutung hat der Fernseher in der Familie?
* Ist das Fernsehen cool? > soziale Aspekte
* Suchtverhalten
* Werbung
* Zeitlicher Rahmen > Wann wird geschaut und wie lange?
* Entstehung des Fernsehers
* Wie funktioniert ein Fernseher?
* Strom thematisieren
Dimensionen zum Fernsehkonsum (Kriterienraster)
* Enthält die Sendung Gewaltszenen?
* Welchen Unterhaltungswert hat die Sendung?
* Wie sieht der realistische Bezug aus?
* Wie verhält es sich mit der Wahrheit in der Sendung oder ist es Fantasie?
* Wie viel Zeit pro Woche sitze ich vor dem Fernseher und wann?
* Welche Informationen erhalte ich aus der Sendung?
* Welche Vorgaben geben die Eltern?
Konkrete Unterrichtsinhalte
Welche Auswirkung hat die Informationsflut auf die Gesellschaft exemplarisch am Thema Fernsehen?
1. Erarbeitung der Basis
Fernsehschauen ist in! Welche Inhalte mache sie so sehenswert?
2. Im Gespräch vertiefte Auseinandersetzung zu den Inhalten mit NE- Schwerpunkt
3. Festhalten der Erkenntnisse und Verhaltensänderung
Wichtigste übergeordnete Ziele
Die Schülerinnen und Schüler können unter Bedingungen von Unsicherheit, Widerspruch und unvollständigem Wissen begründete Entscheidungen, die den Anforderungen einer NE genügen, treffen.
Die Schüler und Schülerinnen können persönliche, gemeinsame und delegierte Kontrollbereiche in Bezug auf NE realistisch einschätzen und sind bereit, diese zu nutzen.
Die Schülerinnen und Schüler sind in der Lae, sich im Bereich NE zielgerichtet zu informieren und die Informationen für die Entscheidung im Sinne NE effizient einzusetzen.
Die Schüler und Schülerinnen sind in der Lage, Entscheidungen hinsichtlich NE gemeinsam mit anderen auszuhandeln.
Handlungs- und Reflexionsorientierung
- Abmachung auf Verzicht des Fernsehkonsums
- Lernjournal: aufschreiben der Erfahrungen
- Klassenkonferenz: Austausch über Erfahrungen und Erkenntnissen
Entdeckendes Lernen
- Ein Sachverhalt in einer Lieblingssendung aufgenommen
- Thesen zum Inhalt aufgestellt
- Selbstständige Überprüfung der Richtigkeit mit Hilfe des Kriterienrasters
- Präsentation einzelner Erkenntnisse
- Sicherung der Erkenntnisse
Vernetztes Lernen
- Welche Akteure sind an einem Fernsehprogramm beteiligt?
- Welchen Einfluss hat unsere Entscheidung in einem späteren Zeitpunkt?
Montag, 4. Juni 2007
Reflexionen zum Tauschtag
1. Da wir eine grosse Gruppe mit sechs Personen sind, haben wir ganz unterschiedliche Erfahrungen bei der Auswahl der Gegenstände gemacht. Eine Person fand die Auswahl erdenklich einfach, da sie über längere Zeit bestimmte Gegenstände gesammelt hat, und dies mittlerweile aufgab. Auch der bevorstehende Umzug erleichterte die Auswahl der Gegenstände. Andere hingegen fanden die Auswahl der Gegenstände nicht so einfach. Zum Beispiel weil man sowieso nicht viel behält und die Sachen ohne besonderen Anlass weitergibt,
2. Ist der Gegenstand noch ganz? Werde ich die Gegenstände jemals wieder gebrauchen? Kann jemand anders den Gegenstand noch gebrauchen? Ist der Gegenstand nützlich? Das Gewicht wurde berücksichtigt, ob es handlich ist und nicht schwer zu tragen ist, da die meisten mit dem Zug zur PHR kommen.
3. WIR SIND FRÖHLICH!! Darum fiel es uns überhaupt nicht schwer, von den Gegenständen Abschied zu nehmen. Wir waren uns einig, dass wir uns leichten Herzens von den Gegenständen trennen konnten.
4. 3........ 2......... 1........... MEINS!
5. Schadenfreude und Erleichterung
6. Es wurde darauf geschaut, ob die Gegenstände zu der bereits bestehenden Wohnungseinrichtungen passen oder zum jeweiligen Lebensstil. Aber auch die Überlegung, ob man mit dem Gegenstand jemandem zu Hause eine Freude machen kann spielte eine Rolle. Es wurden Sachen verschenkt und in der Gruppe haben wir uns zum Teil auch gegenseitig beraten, was wohl zu wem passen würde.
Wer nichts mitgenommen hat, wollte sich von den materiellen Dingen lösen und hat sich mit einem Schmunzeln das Sammelsurium angesehen, welches sich angesammelt hat.
7. Wir favorisieren eher die Variante eines Tausch-Flohmarktes, wo ohne Geld wirklich getauscht werden kann. Die eigene Ware sollte angepriesen und möglichst weggegeben werden. Das würde sich wohl auch positiv auf die Auswahl der Gegenstände auswirken, da heute zum Teil echter Schrott dabei war. Die Überlegung, welchen Wert die Gegenstände für einen selbst oder die anderen haben könnte, käme hier wohl eher zum Zug. Wenn die Dinge verkauft würden, könnten die Kinder gleich auch noch den Gegenwert erfahren. Dies müsste jedoch mit einer externen Kundschaft stattfinden und der Erlös des Flohmarktes muss einer gemeinnützigen oder schulischen Institution zu gute kommen.
Mittwoch, 30. Mai 2007
Ich lasse die Zeit stehen bleiben

Ganz vergessen habe ich, dass niemand meiner Familie weiss wo ich bin. Brauchen sie zu wissen wo ich bin? Könnte ich wichtige Informationen verpassen? Ich habe mein Handy nicht dabei. – Ach was, ich warte auf Informationen, die sollen mich hier nicht einholen. Ich schalte bewusst ab, nehme mich für eine Weile aus der hektischen Alltagswelt heraus. – Wieder zurück ein kurzer Blick auf mein Handy, nein, mich hat niemand gesucht, niemand wollte mir Informationen weitergeben…
Dienstag, 29. Mai 2007
Nachtleben
Ich liebe die Nacht! Alles sieht fremd und anders aus, aber trotzdem irgendwie vertraut und immer wieder neu. Ich sehe die Welt anders in der Nacht. Dinge erscheinen wie verändert im fahlen Licht der Sterne. Ich geniesse die Ruhe und lasse meine Gedanken schweifen. Diese kehren zurück zu den vielen anderen Nachterlebnissen. Seit meiner Jugend mag ich es sehr, mich in der Nacht im Freien aufzuhalten. Durch die Pfadi hatte ich dazu immer genügend Gelegenheit und diese Anlässe sind mir heute noch sehr präsent. Es waren vorwiegend Erlebnisse in der Natur, die mir in Erinnerung geblieben sind. Sei es in den Bergen des Jura, am See oder im Wald, die ungewöhnlichen Umstände in der Dunkelheit der Nacht hinterliessen immer einen bleibenden Eindruck.
Mir gefällt die Stille während der Nacht. Ich spaziere zu einem Aussichtspunkt und setze mich hin. Mein Blick schweift in der Ferne, wo einige Lichter zu sehen sind. Je länger ich hier sitze, desto mehr merke ich, dass die Ruhe nicht absolut ist. Von überall her kommen leise Geräusche, die zeitweise näher zu kommen scheinen und sich dann wieder entfernen. Während dieser Zeit dreht sich der Sternenhimmel immer weiter, die Sternenbilder verschwinden am Horizont, andere tauchen auf. Es wird merklich kühler, der Sonnenaufgang muss bevorstehen. Bald beginnen die ersten Vögel zu zwitschern, sie künden den neuen Tag an. Die Sternenbilder verblassen und im Westen wird der dunkle Himmel langsam heller. Die Schwärze der Nacht weicht einem imponierenden Naturschauspiel, das sich jeden Morgen aufs Neue ereignet. Die Sonne geht auf, die Natur erwacht langsam zu neuem Leben. Ich stehe auf und gehe nach Hause. Es ist früher Morgen, 5 Uhr 15. Ich leide an Insomnia.
Agenda 21 - Den Kindern gehört die Welt!
Ein sehr erstrebenswertes Ideal ist für mich auch die von Herz angesprochene gelebte Humanität. Das ist etwas, was in unserer Wohlstandsgesellschaft immer mehr an Bedeutung zu verlieren scheint. Es wird nicht mehr der Mensch an und für sich geschätzt und beachtet, sondern es wird in Statistiken von Kaufkraft, Geburtenrate oder Ausbildungsstand gesprochen. Der eigentliche Mensch mit seinem ganzen Wesen, seinen Stärken und Schwächen wird anonymisiert und somit austauschbar. Die Person ist gesichtslos und verschwindet aus dem Bewusstsein der Gesellschaft. Diese Werthaltung kann bereits in den Unterricht an der Unterstufe einfliessen, wo die Kinder spielerisch auf eine echte humanitäre Haltung vorbereitet werden. Das wird in meinem zukünftigen Unterricht bestimmt eine massgebliche Rolle spielen. Ein weiterer Grund für die Wichtigkeit dieses Aspekts stellt die humanitäre Tradition unserers Landes dar, die nicht nur gegen aussen gezeigt werden soll, sondern auch im Innern gelebt werden muss.
Allgemein können die Themen der Agenda 21 sehr vielfältig im Unterricht an der Primarschule umgesetzt werden. Es bieten sich hier nicht nur die augenfälligen Themen aus dem M&U- Unterricht an, sondern auch fächerübergreifende Handlungsmöglichkeiten.
In Verbindung zu unserem Gruppenblogthema Informationgesellschaft sehe ich insofern Handlungsbedarf, dass die Kindern und Jugendlichen über das Thema informiert werden müssen, um anschliessend selbst entscheiden zu können, wo sie Handlungsmöglichkeiten sehen. Diese Informationspflicht, nicht nur der Schulen, sondern der ganzen Gesellschaft an und für sich, ist für mich eine Bedingung, wie die zukünftigen Generationen die Punkte der Agenda 21 möglichst nachhaltig und zunkunftorientiert realisieren können.
Montag, 28. Mai 2007
Naturerlebnisse
Nun habe ich mich sehr bewusst auf die Geräusche konzentriert. Einerseits ist die Luft mit fleissigem Hummel- und Bienengesumme erfüllt. Diese Sind am blühendem Beinwell und Lupinen auch zu sehen. Andererseits hört man das Rauschen der Stadt Autobahn und zwischendurch die Züge, die von St. Fiden in eine andere Destination unterwegs sind. Das macht einem immer wieder klar, wie endlich diese kleine Oase ist.
Wenn ich jetzt so auf den Baumstamm sehe, erkenne ich eine Ameisenstrasse. Diese fleissigen Tierchen machen eigentlich kein Geräusch. Sie sind am auf und ab „marschieren“. Selbst ihre Informationen geben sie, so weit ich weiss nicht mit Lauten weiter. Spannend, dass sie doch das wichtige für ihr Leben erfahren.

Dabei kommt mir der Gedanke, ob wenn wir wie die Tiere auf unseren Lebensraum uns beschränkt hätten und dort Sorge getragen hätten, wäre dann jeder mit dem was er hat zufrieden? Oder bereichert es den Mensch, dass er im Grösseren denkt und strebt?
Oder ist es die Illusion des Menschen, dass er meint, dass er die Geschicke der Welt in der Hand hat und etwas daran ändern kann?
So sitze ich in meinem Garten und bin froh, dass ich meine kleine Oase habe und geniessen kann.
Bidquelle: http://www.linz.at/shop/images/ameisenstrasseweiss.jpg
Samstag, 26. Mai 2007
Die Rauchwolke
Das einzige was störte, war diese schwarze komische Wolke, die langsam hinter dem Üetliberg hervor kam. Mit der Zeit fragten wir uns, was das für eine Wolke sei. Sie sah gar nicht wie eine typische Gewitterwolke aus und man konnte auch keine Blitze sehen oder Donner hören.
Später fragten wir uns, ob dies auch eine Rauchwolke sein könnte. Der Feuerwahrmann auf dieser Dachterrasse sagte, dass dies prinzipiell möglich wäre, aber dann müsste eine Pneufabrik oder sonst etwas ähnliche Grosses brennen. Er holte aber trotzdem vorsichtshalber den Pager und schaute, ob es eine Meldung gab. Ich schaltete den Fernseher und den Teletext ein, doch es gab noch keine Nachricht über einen Brand. Die Wolke zog aber unweigerlich in unsere Richtung und es wurde immer dunkler.
An diesem morgen war die schwarze Wolke weg und ich machte mir keine Gedanken mehr darüber, bis ich im Auto sass und die Nachrichten hörte. Scheinbar war eine Fabrik in Steinhausen (Zug) abgebrannt. Die sich daraus entwickelnde Rauchwolke zog bis nach Zürich.
Dank dieser Nachrichten kam ich schnell zu den Informationen, die ich brauchte. Um zu wissen was los sein könnte, schalteten wir gestern auch den Teletext ein um die nötigen Informationen zu suchen, da man so eine komische Erscheinung der Natur nicht kennt.
LIFE IS BEAUTIFUL!
Ich komme mir unscheinbar vor und doch als Teil dieser Natur. Geschaffen in einer unglaublichen Genauigkeit, in filigraner Perfektion. Ich fühle mich sehr lebendig. Die Eindrücke, die ich in mich aufnehmen kann lassen mich erkennen, wie ich in diesem Kreis des Lebens eintauchen und ihn aufnehmen kann.
So schnell entgeht uns ein Ereignis, von dem wir glauben es sei wichtig, aber das Leben und das unserer Mitmenschen zieht an uns vorbei. So selten befinden wir uns mit offenen Augen und Ohren in der Natur, dass unserer Wahrnehmung das wichtigste, das Leben der Natur, entgeht. Auch in unserem Umfeld sind wir immerzu beschäftigt, dass uns vieles unserer Mitmenschen entgeht. Teilhaben und Teilnehmen am Leben anderer!
Ich schaue sehr gerne Naturdokus wie z.B. „Universum“, sie zeigen in genialen Bildern, was die Natur und das Leben zu bieten haben. Es ist jedes Mal wieder faszinierend, mehr über Haie, Termiten oder die Galapagosinsel zu erfahren. Mit hoch auflösenden Bildern, tollen Szenen und Informationen werden aufwändige Produktionen über die Natur gemacht. Dazu müsste ich mich nicht mal vor die Gloze hocken. Klar liegt die Tundra oder das Korallenmeer nicht gleich um die Ecke, aber die Natur hat überall etwas Tolles und Faszinierendes zu bieten. Man muss nur warten und genau schauen, hören und reichen.
Rückmeldung zu den Posts bis 23. Mai und zur Gruppenarbeit vom 21. Mai
Vernetzung, Motivation für nachhaltige Entwicklung und Nachhaltigkeitsprojekte in der Schule waren die Wochenthemen, zu denen ihr gepostet habt.
Mit Beispielen aus der ganzen Informationsgesellschaft auf die Vernetzung auf der Welt hinzuweisen, war in Bezug auf euer Blogthema natürlich kein Problem. Bei den Posts zur Motivation ist mir aufgefallen, dass die "Freude an der Schöpfung" und der Wille, sie zu erhalten, für die meisten von euch eine der grundlegendsten Motivationen ist. Umsetzungsbeispiele für die Agenda 21 in der Schule müssen, so der Hinweis von fast allen von euch, mit einem ersten und vorzugsweise kleinen Schritt beginnen.
Ich denke, dass ihr die Aufträge zu eurer Gruppenarbeit zu Thema Mäuse recht gut gelöst habt. Ihr zeigt, dass ihr die Unterschiede zum herkömmlichem M+U_Unterricht begriffen habt. Zu euren Umsetzungvorschlägen: das Fangen von Mäuse als Handlungsorientierung finde ich etwas sehr gesucht. Recht krass ist auch euer Weiterentwicklungsvorschlag. Die Fragestellung, ob Menschen ausgerottet werden dürfen, ist zwar angesichts der historischen und aktuellen Entwicklung nicht von der Hand zu weisen, aber sicher in dieser Form für Kinder zu krass.
Claudio Stucky
Mittwoch, 23. Mai 2007
step by step
Unser Gruppenblogthema wurde im Artikel von Otto Herz insofern angesprochen, dass die „neuen Medien“ eine gute Möglichkeit sind, Kontakte mit einem fernen Land zu knüpfen. Natürlich, dies ist klar als Vorteil zu betrachten. Gerne möchte ich versuchen, dies auch wirklich einmal zu nutzen. Allerdings schreibt Otto Herz auch, dass ein elektronischer Kontakt nicht mit einem persönlichen verglichen werden soll. Die persönlichen Kontakte, die reale Begegnung ist noch immer am eindrücklichsten.
(Cathrine Steinlin, LGB04)
Montag, 21. Mai 2007
Bildung für Nachhaltige Entwicklung
Agenda 21: Bildung für Nachhaltige Entwicklung, Globale Perspektiven und neue Kommunikationsmedien
Der Artikel von Otto zeigt vielerlei Handlungsmöglichkeiten im Bezug auf nachhaltige Entwicklung auf. Die Ideen sind aber nicht bahnbrechend neu. Das Thema in der Schule aufzugreifen, finde ich sehr wichtig, wie es Otto Herz auch beschreibt. Ich denke aber, dass es auch hier nicht sonderlich um den Text oder den Inhalt gehen soll, sondern vielmehr darum, dass man handeln soll. Die Sensibilisierung auf das Thema Nachhaltige Entwicklung bei Lehrpersonen und hoffentlich resultierend in den Schulklassen ist ein Anfang. Ein Anfang ist auch nötig!! „Selbst ein Weg von 100’000 Meilen beginnt mit einem ersten Schritt.“ Im Bezug auf unser Blogthema geht es darum die Kinder zu befähigen, Entscheidungen, Diskussionen und Handlungen die der Nachhaltigen Entwicklung dienen zu führen und treffen.
Das Wissen um die grossen Probleme der Welt allein genügt nicht, um nachhaltige Entwicklung in Gang zu bringen.
Wie ist das überhaupt möglich, solange jeder und jede nur gerade in seinem Gärtchen schaut, dass alles in Ordnung ist. Hoffentlich schwenken bald auch mehr Politiker, Wirtschaftskonzerne und Regierungen auf einen lebenserhaltenden und „weltverbessernden“ Kurs ein. Die Agenda, sei sie auch noch so gut, nützt allein nichts, alle müssen sich daran beteiligen. Es kann nicht sein, dass die Kinder die diese Welt noch weil länger bewohnen als wir, dafür verantwortlich gemacht werden, was wir und Generationen vor uns versäumt haben.
Rein informativ für externe Interessierte:
Die 16 Grundsätze der Erd-Charta
I. Achtung vor dem Leben und Sorge für die Gemeinschaft des Lebens
1. Achtung haben vor der Erde und dem Leben in seiner ganzen Vielfalt
2. Für die Gemeinschaft des Lebens in Verständnis, Mitgefühl und Liebe sorgen.
3. Gerechte, partizipatorische, nachhaltige und friedliche demokratische Gesellschaften aufbauen.
4. Die Fülle und Schönheit der Erde für heutige und zukünftige Generationen sichern.
II. Ökologische Ganzheit
5. Die Ganzheit der Ökosysteme der Erde schützen und wiederherstellen, vor allem die biologische Vielfalt und die natürlichen Prozesse, die das Leben erhalten.
6. Schäden vermeiden, bevor sie entstehen, ist die beste Umweltschutzpolitik. Bei begrenztem Wissen gilt es, das Vorsorgeprinzip anzuwenden.
7. Produktion, Konsum und Reproduktion so gestalten, dass sie die Erneuerungskräfte der Erde, die Menschenrechte und das Gemeinwohl sichern.
8. Das Studium ökologischer Nachhaltigkeit vorantreiben und den offenen Austausch der erworbenen Kenntnisse und deren weltweite Anwendung fördern.
III. Soziale und wirtschaftliche Gerechtigkeit
9. Armut beseitigen als ethisches, soziales und ökologisches Gebot.
10. Sicherstellen, dass wirtschaftliche Tätigkeiten und Einrichtungen auf allen Ebenen die gerechte und nachhaltige Entwicklung voranbringen.
11. Die Gleichberechtigung der Geschlechter als Voraussetzung für nachhaltige Entwicklung bejahen und den universellen Zugang zu Bildung, Gesundheitswesen und Wirtschaftsmöglichkeiten gewährleisten.
12. Am Recht aller – ohne Ausnahme – auf eine natürliche und soziale Umwelt festhalten, welche Menschenwürde, körperliche Gesundheit und spirituelles Wohlergehen unterstützt. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei den Rechten von indigenen Völkern und Minderheiten.
IV. Demokratie, Gewaltfreiheit und Frieden
13. Demokratische Einrichtungen auf allen Ebenen stärken, für Transparenz und Rechenschaftspflicht bei der Ausübung von Macht sorgen, einschließlich Mitbestimmung und rechtlichem Gehör.
14. In die formale Bildung und in das lebenslange Lernen das Wissen, die Werte und die Fähigkeiten integrieren, die für eine nachhaltige Lebensweise nötig sind.
15. Alle Lebewesen rücksichtsvoll und mit Achtung behandeln.
16. Eine Kultur der Toleranz, der Gewaltlosigkeit und des Friedens fördern.
eine Vision im Hinterkopf
Aber Herz sagt dazu auch „Auch ein Weg von 100'000 Meilen beginnt mit einem Schritt“. Und genau hier kann eine Schule eingreifen. Wie auch schon in anderen Posts erwähnt, ist es schon ein Schritt, wenn man als Lehrperson mit gutem Vorbild voraus geht. Dazu können kleine Dinge in der Klasse schon umgesetzt werden: ein Schulkomposthaufen, Abfalltrennung oder Wasser und Strom sparen. Daneben kann im Unterricht Bezug auf Produktionswege (Weg der Jeans) genommen werden.
Dies kann also mit einfachen Mitteln in einer Klasse umgesetzt werden. Beginnt es in einer Klasse übernehmen es vielleicht auch weitere Klassen. „Jeder kann von jedem lernen“ steht dann auch hier im Zentrum. Der Austausch von Informationen erfolgt hier über Lehrpersonen, Kinder und Eltern. Funktioniert dann die Zusammenarbeit so, kann man auch Verbindungen nach aussen knüpfen und dadurch beispielsweise auch mit Organisationen zusammenarbeiten.
Für mich persönlich denke ich, kann ich bei Schulbeginn mit kleinen Sachen anfangen. Als Berufsanfängerin ist es aber noch etwas schwierig zu sagen, dass ich ganz sicher und bewusst so ein Projekt ins Leben rufe. Aber die Vision wird immer in meinem Hinterkopf vorhanden bleiben und vielleicht lässt sich so etwas auch ins Team hineinbringen.
Nicole Leuch LG04B
Thema: Mäuse – Sollen Mäuse ausgerottet werden? (21.5.07)
Analyse der Unterrichtseinheit:
Unterschied M&U-Einheit zur BNE-Einheit:
- anderer Ausgangspunkt; die Kinder gehen nicht einem Thema nach, sondern eher einer Fragestellung
- Interdependenzen stehen im Zentrum und nicht das Faktenwissen; das Faktenwissen wird eher nebenbei mitgelernt (Faktenwissen ist ein Lernziel unter mehreren anderen)
- viel soziales Lernen, voneinander und miteinander Lernen, Perspektivenwechsel
- eigene Erfahrungen und Haltungen können eingebracht werden, tiefes Auseinandersetzen mit dem Thema
- kritisches Beurteilen wird gefördert (positive und negative Seiten beleuchten)
Analyse der Lernziele des Plakats:
Teilkompetenzen, die erfüllt werden: a4, b3, c1, c2, d5, e3, e6, f6, g1, g6
Umsetzung der didaktischen Prinzipien:
- Visionsorientierung: Was für Konsequenzen gäbe es, wenn es keine Mäuse mehr geben würde? Z.B. in Bezug auf die Tierversuche, Forschung, Medikamentenentwicklung…
- Handlungs- und Reflexionsorientierung: Mäuse fangen, pflegen, füttern (= aktiver Prozess und Beteiligung), Rollenspiel (Handlung und Reflexion), ausserschulischer Lernort (Mäusespuren)
--> Reflexionsarbeit anhand eines Lernnjournals, einer Arbeitsrückschau, eines Modells
des Laut-Denkens, einer festen Lernpartnerschaft oder einer Klassenkonferenz ist nicht ersichtlich und wäre für die Reflexion förderlich
- Entdeckendes Lernen: ist gewährleistet durch das Suchen von Spuren, Vermutungen anstellen und später überprüft à Lernen als aktiver, selbstgesteuerter und konstruktiver Prozess
- Vernetzendes Lernen: Die Kinder legen anhand von Bildkarten die Vermehrung einer einzigen Maus, die Verbindung zwischen der starken Vermehrung und der natürlichen Feinden. Die Kinder betrachten das Thema unter verschiedenen Perspektiven und Aspekten (Ernährung, Fortpflanzung, Forschung / Nutztier, …)
- Zugänglichkeit: Thema ist sehr nah bei den Kindern; Mäuse faszinieren Kinder; die Begegnung mit lebendigen Mäusen und ihren Spuren gibt die Voraussetzung, das Thema in einer vernetzten Struktur zu sehen
- Partizipationsorientierung: Lerntempo wird von den Kindern bestimmt; Kontakt mit verschiedenen Akteuren; Einbringen von Haltungen und Sichtweisen im Rollenspiel
- Verbindung von sozialem, selbstbezogenem und methodenorientiertem mit sachbezogenem Lernen: Faktenwissen ist nur ein Lernziel, die Unterrichtseinheit ist so aufgebaut, dass auch viel soziales, selbstbezogenes Lernen mit verschiedenen Methoden möglich ist. Im Zentrum steht ganzheitliches Lernen.
Weiterentwicklung der Unterrichtseinheit:
- Lernportfolio / Reflexionsinstrument einsetzen
- anderes Tier wählen und Verbindungen zur Maus suchen
- Sozialisation
- Übertrag auf Menschen, z.B. die Frage: Sollen Menschen ausgerottet werden? à Ethisches Hinterfragen der Fragestellung
- Betrachten eines anderen Systems und Verbindung zum „Mäusesystem“

